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DIE
SEBASTIANS KATAKOMBE
Diesen Namen erhielt dir Katakombe erst nach der
Beisetzung des Märtyrers St. Sebastian. Ursprünglich hieß sie „ad
catacumbas“, tiefe Stelle, da sie auf dem Gelände einer tiefen
Porzellanerdegrube enstand. Diese Bezeichnung übertrug sich im Laufe
der Zeit auf alle unterirdischen Begräbnisstätten. Auch ein weiterer
alter Name ist für diesen Ort überliefert: „Memoria Apostolorum“,
zeitweilig befand sich hier die Gedenkstätte für die Apostel Petrus
und Paulus.
Gegen Ende des 1.Jh.n.Ch. wurde das Gelände auf verschiedene Weise
intensiv genutzt. In der stillgelegten Grube und in deren Stollen
entstanden Wandnischengräber heidnischen und christlichen Ursprung.
Auch einige Kolumbarien und zwei zu Wohnzwecken errichtete Villen
stammen aus dieser Zeit. Bemerkenswert ist deren Ausstattung mit
Wandmalereien.
Mitte des 2.Jh. wurde die Mulde aufgefüllt und ein kleiner Platz
geschaffen. An einer seiner Seiten entstanden drei Mausoleen (Clodius
Hermes, Innocentores, sowie das sogenannte „Beil Mausoleum"). In der
ersten Hälfte des 3.Jh. wurden darin Christen beigesetzt.
Das Terrain wurde erneut angehoben. Darauf entstand ein Portikus,
der von einer Mauer („Triclia“) begrenzt wurde. Auf dieser Wand
befinden sich zahlreiche Graffiti mit Anrufungen an Petrus und
Paulus. Um 258 war der Ort der Verehrung der Apostel hierher verlegt
worden. Kaiser Konstantin (306-337) ließ über der Kultstätte eine
große, den beiden Aposteln geweihte Basilika errichten. Bereits seit
dem 3.Jh. entwickelte sich unterirdisch die Katakombe, in der nach
der Ǜberlieferung die Märtyrer Sebastian und Eutychius beerdigt
wurden